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Die biotische Gemeinschaft als Grundlage der Verantwortung für nicht-menschliche Lebewesen / Čović, Ante.

By: Čović, Ante.
Material type: materialTypeLabelArticleDescription: 53-66.ISBN: 9783896654663.Other title: Biotic Community as a Basis of the Responsibility for Non-human Living Beings [Naslov na engleskom:].Subject(s): 6.01 | Bioethik, Mensch, nicht-menschliche Lebewesen, Epoche, Sensibilität, Verantwortung, biotische Gemeinschaft hrv | Bioethics, human, non-human living beings, epoch, sensibility, responsibility, biotic community eng In: Wert und Würde der nichtmenschlichen Kreatur : Beiträge des 3. Südosteuropäischen Bioethik-Forums, Mali Lošinj 2007 / Value and Dignity of the Nonhuman Creature : Proceedings of the 3rd Southeast European Bioethics Forum, Mali Lošinj 2007 str. 53-66Schweidler, WalterSummary: Das Verhältnis des (abendländischen) Menschen zu anderen Lebewesen ist bereits von Grund auf verändert. Diese Wandlung ist also nicht mehr nur ein Postulat, sondern unumstößliche Tatsache, die zu einem Signum temporis geworden ist, ebenso aber auch zu einem überzeugenden Beweis für die wesentlichen Veränderungen in der Konstituierung der weltgeschichtlichen Situation, die man gemeinhin als Epoche bezeichnet. Der Wandel im Verhältnis zu nicht-menschlichen Lebewesen ist zu einer Art intellektuellen Problems geworden, da er sich vornehmlich und überwiegend auf der Ebene der Sensibilität abspielte – als Entstehung und Ausdruck selbst einer neuen epochalen Empfindlichkeit. Dies ist jedoch nichts Ungewöhnliches, da Veränderungen der geschichtlichen und gesellschaftlichen Sensibilität ohnehin stets rationalen Begründungen des geschichtlichen und gesellschaftlichen Geschehens vorangehen. Die neue epochale Empfindlichkeit hat eine moralische und gesellschaftliche Rücksichtnahme gegenüber nicht-menschlichen Lebewesen hervorgebracht, was zur Entwicklung einer Kategorie moralischer Verantwortung und zum Ausbau der Institutionen der politischen und rechtlichen Verantwortung des Menschen für andere Lebewesen geführt hat. Die dabei auftretenden Versuche, die Verantwortung für nicht-menschliche Lebewesen rational zu verankern, gehen sehr häufig von einer anthropozentrischen Position aus und bedienen sich anthropomorphisierender Argumente. Demgegenüber vertritt der Autor die Ansicht, dass die Verantwortung für nicht-menschliche Lebewesen nur in der Kategorie der "biotischen Gemeinschaft" (Gemeinschaft aller Lebewesen) ihre Grundlage haben sollte und insofern ihre Ausarbeitung einen besonderen Begriffsapparat erforderlich macht.
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Das Verhältnis des (abendländischen) Menschen zu anderen Lebewesen ist bereits von Grund auf verändert. Diese Wandlung ist also nicht mehr nur ein Postulat, sondern unumstößliche Tatsache, die zu einem Signum temporis geworden ist, ebenso aber auch zu einem überzeugenden Beweis für die wesentlichen Veränderungen in der Konstituierung der weltgeschichtlichen Situation, die man gemeinhin als Epoche bezeichnet. Der Wandel im Verhältnis zu nicht-menschlichen Lebewesen ist zu einer Art intellektuellen Problems geworden, da er sich vornehmlich und überwiegend auf der Ebene der Sensibilität abspielte – als Entstehung und Ausdruck selbst einer neuen epochalen Empfindlichkeit. Dies ist jedoch nichts Ungewöhnliches, da Veränderungen der geschichtlichen und gesellschaftlichen Sensibilität ohnehin stets rationalen Begründungen des geschichtlichen und gesellschaftlichen Geschehens vorangehen. Die neue epochale Empfindlichkeit hat eine moralische und gesellschaftliche Rücksichtnahme gegenüber nicht-menschlichen Lebewesen hervorgebracht, was zur Entwicklung einer Kategorie moralischer Verantwortung und zum Ausbau der Institutionen der politischen und rechtlichen Verantwortung des Menschen für andere Lebewesen geführt hat. Die dabei auftretenden Versuche, die Verantwortung für nicht-menschliche Lebewesen rational zu verankern, gehen sehr häufig von einer anthropozentrischen Position aus und bedienen sich anthropomorphisierender Argumente. Demgegenüber vertritt der Autor die Ansicht, dass die Verantwortung für nicht-menschliche Lebewesen nur in der Kategorie der "biotischen Gemeinschaft" (Gemeinschaft aller Lebewesen) ihre Grundlage haben sollte und insofern ihre Ausarbeitung einen besonderen Begriffsapparat erforderlich macht.

Projekt MZOS 130-1300990-1085

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