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Zu Gast im eigenen Land. Gstreins Die Winter im Süden und Štiks’ Die Archive der Nacht / Car, Milka.

By: Car Prijić, Milka.
Material type: ArticleArticleDescription: 55-75 str.ISBN: 9783-8376-1466-4.Other title: Foreign and Guest. Gstreins Die Winter im Süden and Štiks’ Die Archive der Nacht [Naslov na engleskom:].Subject(s): 6.03 | literatur und gastlichkeit, narrative muster hrv | literature and hospitality, narrative pattern eng In: Der Gast als Fremder. Narrative Alterität in der Literatur str. 55-75Fountoulakis, Evi ; Previšić, BorisSummary: Die historisch markierten Jahre zwischen dem Zweiten Weltkrieg und den jugoslawischen Nachfolgekriegen – 1945, 1968 und 1991 bzw. 1995 – bilden die Zeitenachse in beiden Romanen. Topologisch sind Figuren in beiden Romanen in einem Spannungsraum zwischen Norden/Süden verortet, einem Raum, der die Spannung zwischen Zentrum und Peripherie impliziert. Darüber hinaus generiert diese topologische Spannung auch die Frage nach Gastfreundschaft oder Gastfeindschaft. Gerade das Konzept des Ein- bzw. Ausschließens des Fremden, der Gastfreundschaft bzw. Gastfeindschaft, erweist sich als Möglichkeit, die angesprochenen dichotomischen Polaritäten zwischen Zentrum und Peripherie zu überwinden. In diesem Kontext muss die zentrale Frage dieser Arbeit gesehen werden: Ist in diesem Schwebezustand der Suche, des Noch-Nicht-Angekommenseins der Figuren eine Möglichkeit der Verortung gegeben? Wie sind die Identitätsentwürfe in einer kontingenten historischen Situation zwischen Pluralität und Determinierung zu beschreiben? In diesem Sinne können die Figuren als Gäste betrachtet werden, als hostis im eigenen Leben, die in ihren Identitätsentwürfen oft zum Opfer der (eigenen?) kolonialisierten Imagination werden.
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Die historisch markierten Jahre zwischen dem Zweiten Weltkrieg und den jugoslawischen Nachfolgekriegen – 1945, 1968 und 1991 bzw. 1995 – bilden die Zeitenachse in beiden Romanen. Topologisch sind Figuren in beiden Romanen in einem Spannungsraum zwischen Norden/Süden verortet, einem Raum, der die Spannung zwischen Zentrum und Peripherie impliziert. Darüber hinaus generiert diese topologische Spannung auch die Frage nach Gastfreundschaft oder Gastfeindschaft. Gerade das Konzept des Ein- bzw. Ausschließens des Fremden, der Gastfreundschaft bzw. Gastfeindschaft, erweist sich als Möglichkeit, die angesprochenen dichotomischen Polaritäten zwischen Zentrum und Peripherie zu überwinden. In diesem Kontext muss die zentrale Frage dieser Arbeit gesehen werden: Ist in diesem Schwebezustand der Suche, des Noch-Nicht-Angekommenseins der Figuren eine Möglichkeit der Verortung gegeben? Wie sind die Identitätsentwürfe in einer kontingenten historischen Situation zwischen Pluralität und Determinierung zu beschreiben? In diesem Sinne können die Figuren als Gäste betrachtet werden, als hostis im eigenen Leben, die in ihren Identitätsentwürfen oft zum Opfer der (eigenen?) kolonialisierten Imagination werden.

Projekt MZOS 130-1301070-1062

GER

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