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Ziegelstempel römischer Militäreinheiten in der Provinz Dalmatien / Tončinić, Domagoj.

By: Tončinić, Domagoj.
Material type: materialTypeLabelArticleDescription: 1447-1459.Other title: Roman Military Bricks in the Province of Dalmatia [Naslov na engleskom:].Subject(s): 6.07 | Römische Militärziegel, Dalmatien, legio VII Claudia pia fidelis, cohors III Alpinorum, cohors I Belgarum hrv | Roman Military Bricks, Dalmatia, legio VII Claudia pia fidelis, cohors III Alpinorum, cohors I Belgarum engOnline resources: Click here to access online In: 20TH INTERNATIONAL CONGRESS OF ROMAN FRONTIER STUDIES (04-11.09.2006. ; Leon, Španjolska) LIMES XX Estudios sobre la frontera romana/ Roman Frontier Studies str. 1447-1459Morillo, Angel ; Hanel, Norbert ; Martin, EsperanzaSummary: G. Alföldy hat 1967. die Verbreitung von Militärziegeln in der römischen Provinz Dalmatien analysiert und festgehalten, dass vier Militäreinheiten diese Fundgattung hinterlassen haben – legio XI Claudia pia fidelis (Burnum, Dolac und Salona), legio VIII Augusta (Smrdelji, Burnum, Asseria, Gradčine), legio IV Flavia felix (Smrdelji, Burnum, Asseria, Promona, Andetrium, Salona und Vitina) sowie cohors VIII voluntariorum civium Romanorum (Tilurium, Andetrium, Salona). Im Vergleich zu den Provinzen an den Grenzen des Reiches – Britannien, Germanien und Pannonien – stammen aus Dalmatien verhältnismäßig wenige Militärziegel. Dies konnte mit der ziemlich kurzen Stationierungszeit des Militärs in Dalmatien erklärt werden, die in eine Zeit fällt, in der es noch nicht Brauch war, Ziegeln mit Stempeln der Militäreinheiten zu versehen. Weiters konnte es mit dem Ausbleiben von Grabungen in römischen Lagern erklärt werden. Bei der Zweitveröffentlichung seiner Abhandlung im Jahre 1987. konnte G. Alföldy auf zwei Neuigkeiten verweisen. – In der Zwischenzeit hat S. Zabehlicky-Scheffenegger unter anderen Kleinfunden auch Militärziegel aus der Grabung in Burnum veröffentlicht. Weiters hat J.J. Wilkes in seinem umfangreichem Werk über die Provinz Dalmatien vermerkt, dass er in der Archäologischen Sammlung des Franziskanerklosters von Sinj mehrere Ziegel mit dem Stempel LEG(ionis) VII C(laudia) P(ia) F(idelis) gesehen hat, die angeblich aus Aequum und vielleicht aus Tilurium stammen. In den fast zwanzig Jahren die seither vergangen sind hat sich so manches getan. Es kann auf neue Grabungen und Veröffentlichungen sowie Studien alter Funde verwiesen werden. Allein die archäologischen Grabungen im Legionslager Tilurium, und das Studium von Zufallsfunden aus dem Bereich des Lagers, die im Rahmen des Forschungsprojektes Römische Militärlager in Kroatien – Tilurium (0130460) durchgeführt werden, haben das bisher bekannte Bild über die Verbreitung von Militärziegeln in der römischen Provinz Dalmatien wesentlich verändert. - Zu den Fundorten von Ziegeln der legio XI Claudia pia fidelis und der legio IV Flavia felix ist nun auch Tilurium zu zählen und zu den Militäreinheiten die Ziegeln hergestellt haben sind nun auch cohors III Alpinorum und legio VII Claudia pia fidelis zu zählen. Bei den Grabungsarbeiten im Bereich des vermuteten Auxilliarkastells Bigeste zwischen 1977-1979 wurde ein Stempel der cohors I Belgarum gefunden die nun auch zu den Einheiten zu zählen ist die Ziegeln hergestellt haben.Die neuen Funde und Forschungsergebnisse rechtfertigen einen neuen Einblick in die Verbreitung von Militärziegeln in der römischen Provinz Dalmatien.
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G. Alföldy hat 1967. die Verbreitung von Militärziegeln in der römischen Provinz Dalmatien analysiert und festgehalten, dass vier Militäreinheiten diese Fundgattung hinterlassen haben – legio XI Claudia pia fidelis (Burnum, Dolac und Salona), legio VIII Augusta (Smrdelji, Burnum, Asseria, Gradčine), legio IV Flavia felix (Smrdelji, Burnum, Asseria, Promona, Andetrium, Salona und Vitina) sowie cohors VIII voluntariorum civium Romanorum (Tilurium, Andetrium, Salona). Im Vergleich zu den Provinzen an den Grenzen des Reiches – Britannien, Germanien und Pannonien – stammen aus Dalmatien verhältnismäßig wenige Militärziegel. Dies konnte mit der ziemlich kurzen Stationierungszeit des Militärs in Dalmatien erklärt werden, die in eine Zeit fällt, in der es noch nicht Brauch war, Ziegeln mit Stempeln der Militäreinheiten zu versehen. Weiters konnte es mit dem Ausbleiben von Grabungen in römischen Lagern erklärt werden. Bei der Zweitveröffentlichung seiner Abhandlung im Jahre 1987. konnte G. Alföldy auf zwei Neuigkeiten verweisen. – In der Zwischenzeit hat S. Zabehlicky-Scheffenegger unter anderen Kleinfunden auch Militärziegel aus der Grabung in Burnum veröffentlicht. Weiters hat J.J. Wilkes in seinem umfangreichem Werk über die Provinz Dalmatien vermerkt, dass er in der Archäologischen Sammlung des Franziskanerklosters von Sinj mehrere Ziegel mit dem Stempel LEG(ionis) VII C(laudia) P(ia) F(idelis) gesehen hat, die angeblich aus Aequum und vielleicht aus Tilurium stammen. In den fast zwanzig Jahren die seither vergangen sind hat sich so manches getan. Es kann auf neue Grabungen und Veröffentlichungen sowie Studien alter Funde verwiesen werden. Allein die archäologischen Grabungen im Legionslager Tilurium, und das Studium von Zufallsfunden aus dem Bereich des Lagers, die im Rahmen des Forschungsprojektes Römische Militärlager in Kroatien – Tilurium (0130460) durchgeführt werden, haben das bisher bekannte Bild über die Verbreitung von Militärziegeln in der römischen Provinz Dalmatien wesentlich verändert. - Zu den Fundorten von Ziegeln der legio XI Claudia pia fidelis und der legio IV Flavia felix ist nun auch Tilurium zu zählen und zu den Militäreinheiten die Ziegeln hergestellt haben sind nun auch cohors III Alpinorum und legio VII Claudia pia fidelis zu zählen. Bei den Grabungsarbeiten im Bereich des vermuteten Auxilliarkastells Bigeste zwischen 1977-1979 wurde ein Stempel der cohors I Belgarum gefunden die nun auch zu den Einheiten zu zählen ist die Ziegeln hergestellt haben.Die neuen Funde und Forschungsergebnisse rechtfertigen einen neuen Einblick in die Verbreitung von Militärziegeln in der römischen Provinz Dalmatien.

Projekt MZOS 130-0000000-0777

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