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„Umschichtungen“ und „Nicht-Kontinuitäten“ in Norbert Gstreins Die Winter im Süden. / Car, Milka.

By: Car Prijić, Milka.
Material type: ArticleArticleDescription: str.Other title: Rellocations and Non-Continuities in N. Gstreins Novel Die Winter im Süden [Naslov na engleskom:].Subject(s): 6.03 | Identität, Kriegstrauma, narrative Gestaltung hrv | identity, war trauma, narrative concepts eng In: Überkreuzungen. Verhandlungen kultureller, ethnischer, religiöser und geschlechtlicher Identitäten in österreichischer Literatur und Kultur.Jährliche Konferenz der Modern Austrian Literature and Culture Association (22.5.-25.5.2010. ; Beč, Austrija)Summary: Die symbolträchtigen historisch markierten Jahre zwischen dem Zweiten Weltkrieg und den jugoslawischen Nachfolgekriegen – die Jahre 1945, 1968 und 1991, bzw. 1995 – bilden die zeitlichen Achsen in Norbert Gstreins Die Winter im Süden. Inszeniert wird „das Thema der bedrohlichen, immanenten Geschichte, der Geschichte, die sich uns an die Fersen heftet“ (Augé 1995: 40). Die Figuren im Roman leben zwischen verschiedenen – jeweilig momentan konkreten – Orten und zwischen historisch weit auseinanderklaffenden Zeiten, so dass in Analyse eine elastische chronotopische Konzeption rekonstruiert wird, wobei die zweite zentrale Figur des Romans, die Figur des Fremden, als Kohäsionsfaktor aufzutreten hat. Zudem implizieren die vorhandenen topologischen Achsen Differenzen zwischen Zivilisation und Barbarei, zwischen Eigenem und Fremdem bzw. bilden die Spannung zwischen Zentrum und Peripherie ab. So werden vielfache Verschränkungen zwischen individuellen und kollektiven Projektionen, zwischen Geschichte und Literatur, sowie zwischen Fakten und Fiktionen aktiviert. Sowohl die Reisen durch Orte und Räume, als auch der damit verbundene Wechsel der temporalen Ebenen lässt die Figuren „durch ihre Nichtzugehörigkeit definieren“ (Gstrein 2003: 9). Anders gesagt, das Motiv der Suche im Roman – der Suche nach Zugehörigkeit, nach Vergangenheit, oder auch der Suche nach einem Sinn der Reise(n) entpuppt sich in seiner letzten Konsequenz als die Suche nach einem verloren gegangenen identitätstiftenden Zusammenhang.
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Die symbolträchtigen historisch markierten Jahre zwischen dem Zweiten Weltkrieg und den jugoslawischen Nachfolgekriegen – die Jahre 1945, 1968 und 1991, bzw. 1995 – bilden die zeitlichen Achsen in Norbert Gstreins Die Winter im Süden. Inszeniert wird „das Thema der bedrohlichen, immanenten Geschichte, der Geschichte, die sich uns an die Fersen heftet“ (Augé 1995: 40). Die Figuren im Roman leben zwischen verschiedenen – jeweilig momentan konkreten – Orten und zwischen historisch weit auseinanderklaffenden Zeiten, so dass in Analyse eine elastische chronotopische Konzeption rekonstruiert wird, wobei die zweite zentrale Figur des Romans, die Figur des Fremden, als Kohäsionsfaktor aufzutreten hat. Zudem implizieren die vorhandenen topologischen Achsen Differenzen zwischen Zivilisation und Barbarei, zwischen Eigenem und Fremdem bzw. bilden die Spannung zwischen Zentrum und Peripherie ab. So werden vielfache Verschränkungen zwischen individuellen und kollektiven Projektionen, zwischen Geschichte und Literatur, sowie zwischen Fakten und Fiktionen aktiviert. Sowohl die Reisen durch Orte und Räume, als auch der damit verbundene Wechsel der temporalen Ebenen lässt die Figuren „durch ihre Nichtzugehörigkeit definieren“ (Gstrein 2003: 9). Anders gesagt, das Motiv der Suche im Roman – der Suche nach Zugehörigkeit, nach Vergangenheit, oder auch der Suche nach einem Sinn der Reise(n) entpuppt sich in seiner letzten Konsequenz als die Suche nach einem verloren gegangenen identitätstiftenden Zusammenhang.

Projekt MZOS 130-1301070-1062

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