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Lücke und Schrei. Die Aussparung von Emotionen in Peter Waterhouses Reisebericht E71. Mitschrift aus Bihać und Krajina / Car, Milka.

By: Car Prijić, Milka.
Material type: ArticleArticleDescription: 264-273 str.ISBN: 978-961-237-543-0.Other title: The Gap and The Cry. The Recess of Emtotions in Peter Waterhouses Travelogue E71. Mitschrift aus Bihać und Krajina [Naslov na engleskom].Subject(s): Kriegsrepräsentation, Emotionsdiskurse, Reisebericht ger | prasentation of war, discourse of emotion in literature, travelogue eng In: Gefühlswelten und Emotionsdiskurse in der deutschsprachigen Literatur str. 264-273Kristian Donko, Neva ŠlibarSummary: In seinem 1996 veröffentlichten poetischen Reisebericht E71 verlangt der Autor von der Sprache „eine Zuhörsprache und eine Mitschriftsprache (im Land der Gespräche und Sprachen)“ zu werden. Nimmt man seine poetologische Maxime von der Verschleierung der Schreibinstanzen mit der leitenden Frage „Wer spricht?“ für Ausgangspunkt der Analyse, so spielen darin zentrale Rolle ihre Konsequenzen, bzw. der radikale Abschied von der referenziellen Funktion. Jedoch versucht der Autor die automatisierten Wahrnehmungsweisen durchzubrechen, und aktiviert damit das Verfremdungspotenzial der Sprache, d. h. die subversive Aufgabe der Literatur mit ihrer grundlegenden Infragestellung der Sprachkonventionen. In diesem Sinne sollen die Repräsentationsstrategien erforscht werden, die als „Erkundung von Unsagbarem und Unsichtbarem“ (Jean-François Lyotard 1986: 70) die Kriegsauswirkungen literarisch umformen. Dabei ist E71 Mitschrift aus Bihać und Krajina als eine Momentaufnahme konzipiert, in der die Schrift Zeugnis ablegen und zugleich sich selbst aufheben will. In bewusster Entfernung der Mitschrift vom logozentrischen Diskurs stellt sich als Hauptaufgabe der Analyse die Frage nach dem, was nicht geschrieben wird, bzw. nicht verschriftlicht werden kann. Die Darstellung der Kriegslandschaft in diesem kroatischen Poem von Peter Waterhouse legt Nachkriegsschrecken als die ´Lücke im Aussprechbaren´ fest, womit nicht mehr referenzielle, sondern vielmehr emotionale Funktion der Sprache postuliert wird. Den Spannungsbogen der Analyse soll dabei die Frage nach dem Verhältnis des Authentischen und dessen Repräsentationsstrategien bilden.
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In seinem 1996 veröffentlichten poetischen Reisebericht E71 verlangt der Autor von der Sprache „eine Zuhörsprache und eine Mitschriftsprache (im Land der Gespräche und Sprachen)“ zu werden. Nimmt man seine poetologische Maxime von der Verschleierung der Schreibinstanzen mit der leitenden Frage „Wer spricht?“ für Ausgangspunkt der Analyse, so spielen darin zentrale Rolle ihre Konsequenzen, bzw. der radikale Abschied von der referenziellen Funktion. Jedoch versucht der Autor die automatisierten Wahrnehmungsweisen durchzubrechen, und aktiviert damit das Verfremdungspotenzial der Sprache, d. h. die subversive Aufgabe der Literatur mit ihrer grundlegenden Infragestellung der Sprachkonventionen. In diesem Sinne sollen die Repräsentationsstrategien erforscht werden, die als „Erkundung von Unsagbarem und Unsichtbarem“ (Jean-François Lyotard 1986: 70) die Kriegsauswirkungen literarisch umformen. Dabei ist E71 Mitschrift aus Bihać und Krajina als eine Momentaufnahme konzipiert, in der die Schrift Zeugnis ablegen und zugleich sich selbst aufheben will. In bewusster Entfernung der Mitschrift vom logozentrischen Diskurs stellt sich als Hauptaufgabe der Analyse die Frage nach dem, was nicht geschrieben wird, bzw. nicht verschriftlicht werden kann. Die Darstellung der Kriegslandschaft in diesem kroatischen Poem von Peter Waterhouse legt Nachkriegsschrecken als die ´Lücke im Aussprechbaren´ fest, womit nicht mehr referenzielle, sondern vielmehr emotionale Funktion der Sprache postuliert wird. Den Spannungsbogen der Analyse soll dabei die Frage nach dem Verhältnis des Authentischen und dessen Repräsentationsstrategien bilden.

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