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Uwe Timms Morenga: Ein historischer Dokumentarroman / Car, Milka.

By: Car Prijić, Milka.
Material type: ArticleArticleDescription: 103-127 str.ISSN: 1617-8491.Subject(s): Dokumentarroman, historischer Roman, Kolonialismus ger | documentary novel, historical novel, colonialism eng In: Gegenwartsliteratur. Ein germanistisches Jahrbuch 11 (2012), 1-212 ; str. 103-127Summary: Im Roman Morenga wird eine doppelte narrative Strategie verfolgt: Auf der Folie der Biographie der fiktiven Figur des Oberveterinärs Gottschalk werden fünfzig Jahre deutscher Kolonialgeschichte und imperialistischer Unterwerfung von Südwestafrika dargestellt. Die Konterkarierung der kolonialen Diskurse mit afrikanischer Alterität relativiert die dichotomisch-hierarchischen Vorstellungen und signalisiert ein kritisch-engagiertes Literaturverständnis. Es kommt insbesondere im Changieren zwischen Fiktion und Realität zum Ausdruck, so dass in der Arbeit gattungstypologische und literaturtheoretische Fragen analysiert werden, die den Status des Dokumentarischen mit Timms früherer realistischer Poetologie verbinden. Erst durch die Kontrastierung der fiktionalen mit der historiographischen Ebene wird den Dokumenten die Kraft der Wirklichkeitsbezeugung verliehen. Somit wird Timms Montagetechnik als Re-Integration der dokumentarischen Methode in den fiktionalen Diskurs gedeutet.
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Im Roman Morenga wird eine doppelte narrative Strategie verfolgt: Auf der Folie der Biographie der fiktiven Figur des Oberveterinärs Gottschalk werden fünfzig Jahre deutscher Kolonialgeschichte und imperialistischer Unterwerfung von Südwestafrika dargestellt. Die Konterkarierung der kolonialen Diskurse mit afrikanischer Alterität relativiert die dichotomisch-hierarchischen Vorstellungen und signalisiert ein kritisch-engagiertes Literaturverständnis. Es kommt insbesondere im Changieren zwischen Fiktion und Realität zum Ausdruck, so dass in der Arbeit gattungstypologische und literaturtheoretische Fragen analysiert werden, die den Status des Dokumentarischen mit Timms früherer realistischer Poetologie verbinden. Erst durch die Kontrastierung der fiktionalen mit der historiographischen Ebene wird den Dokumenten die Kraft der Wirklichkeitsbezeugung verliehen. Somit wird Timms Montagetechnik als Re-Integration der dokumentarischen Methode in den fiktionalen Diskurs gedeutet.

Projekt MZOS 130-1301070-1062

GER

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