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Imagotype Zeiträume / Dukić, Davor.

By: Dukić, Davor.
Material type: ArticleArticleDescription: 31-47 str.Other title: Imagotypical Periods [Naslov na engleskom:].Subject(s): 6.03 | das Imagotypische, historische Zeiträume, geokulturelle Räume hrv | imagotypicality, historical periods, geo-cultural spaces eng In: History as a Foreign Country: Historical Imagery in the South-Eastern Europe / Geschichte als ein fremdes Land: Historische Bilder in Süd-Ost Europa str. 31-47Blažević, Zrinka ; Brković, Ivana ; Dukić, DavorSummary: In der Imagologie war Raum immer eine wichtigere Kategorie als Zeit. Wenn die Untersuchung der nationalen Stereotype als Hauptaufgabe der Disziplin postuliert wird, ist der Zeitbegriff von geringerer Bedeutung, da es sich hier um ein longue-durée-Phänomen handelt. In einer ambitionierteren Forschung, in der die klassische imagologische Inhaltsanalyse mit Theorie und Geschichte des Nationalismus bereichert wird, profitiert auch der Begriff der Zeit, bleibt aber immer noch eine apriorische, implizit ideologisierte Form, entweder als eine lineare, optimistische, progressistische, modernistische, teleologische oder als eine eher pessimistische, zyklische, mythische, antimodernistische. Aber erst in einem noch ambitionierteren Projekt der „dichten Beschreibung“ einer Kultur können auch die Bezeichnungen für Zeiträume, und zwar sogar – oder vor allem – die anscheinend bloß formalen Termini für bestimmte Jahrhunderte und Jahrzehnte als Gegenstände gesehen werden, die es einer Untersuchung wert sind. In diesem Beitrag wird anhand der südosteuropäischen Beispiele gerade das imagotypische, axiologische Potential solcher Bezeichnungen besprochen. Am Rande dieser Betrachtungen taucht das Phänomen der historischen Nostalgie auf, die sich in zwei Varianten realisieren kann: in einer quasirealen (verankert im Leben einer Generation) und in einer fiktionalen (als Imagination einer nicht erlebten Geschichte).
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In der Imagologie war Raum immer eine wichtigere Kategorie als Zeit. Wenn die Untersuchung der nationalen Stereotype als Hauptaufgabe der Disziplin postuliert wird, ist der Zeitbegriff von geringerer Bedeutung, da es sich hier um ein longue-durée-Phänomen handelt. In einer ambitionierteren Forschung, in der die klassische imagologische Inhaltsanalyse mit Theorie und Geschichte des Nationalismus bereichert wird, profitiert auch der Begriff der Zeit, bleibt aber immer noch eine apriorische, implizit ideologisierte Form, entweder als eine lineare, optimistische, progressistische, modernistische, teleologische oder als eine eher pessimistische, zyklische, mythische, antimodernistische. Aber erst in einem noch ambitionierteren Projekt der „dichten Beschreibung“ einer Kultur können auch die Bezeichnungen für Zeiträume, und zwar sogar – oder vor allem – die anscheinend bloß formalen Termini für bestimmte Jahrhunderte und Jahrzehnte als Gegenstände gesehen werden, die es einer Untersuchung wert sind. In diesem Beitrag wird anhand der südosteuropäischen Beispiele gerade das imagotypische, axiologische Potential solcher Bezeichnungen besprochen. Am Rande dieser Betrachtungen taucht das Phänomen der historischen Nostalgie auf, die sich in zwei Varianten realisieren kann: in einer quasirealen (verankert im Leben einer Generation) und in einer fiktionalen (als Imagination einer nicht erlebten Geschichte).

Projekt MZOS 130-1301070-1056

GER

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