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„Infernum croaticum“. Raumkonstruktionen in Miroslav Krležas Essay Illyricum sacrum. / Car, Milka.

By: Car Prijić, Milka.
Material type: ArticleArticleDescription: 243-267 str.Other title: "Infernum croaticum." Space in M. Krležas essay Illyricum sacrum [Naslov na engleskom:].Subject(s): 6.03 | Illyricum sacrum, Miroslav Krleža, Ram | Illyricum sacrum, Miroslav Krleža, space In: Räumliche Semantisierungen. Raumkonstruktionen in den deutschsprachigen Literaturen aus Zentral- und Südosteuropa im 20. und 21. Jahrhundert str. 243-267Summary: Im umfassenden Opus des kroatischen Schriftstellers Miroslav Krleža spielen Raumkonstruktionen eine bedeutende Rolle. Im vorliegenden Beitrag wird versucht, am Beispiel des im Herbst 1944 verfassten, 1963 in kroatischer Sprache veröffentlichten und 1996 ins Deutsche übersetzten Essays Illyricum sacrum die raumzeitlichen Konstruktionen der imaginären Landschaften Illyrien und Pannonien als die einer peripheren Kreuzung unterschiedlicher kultureller Sphären und sozialpolitischer Interessen zu deuten. Angesichts der Kriegszerstörungen in der dalmatinischen Stad Zadar stellt Krleža die Frage nach der räumlichen Bedingtheit historischer Katastrophen auf jenem südslawischen Territorium, das er topologisch zwischen Europa und Balkan am „osteuropäischen Limes“ (Illyricum sacrum:29) ansiedelt und als antemurale christianitatis beschreibt. Dabei kritisiert Krleža sowohl die exkludierenden nationalen Narrative wie auch die „europäische ´Divide et impera´-Politik auf Kosten der rückständigen, ungebildeten und elenden Balkanvölker“ (Illyricum sacrum:60). Welche Erkenntnisse lassen sich aus dieser ausgreifenden kulturkritischen Skizze im topologischen Sinne gewinnen und welches Raumparadigma ist für die vehemente Schilderung der eng verflochtenen imperialen und nationalen Einflüsse kennzeichnend? Im Beitrag wird der synthetische kulturgeschichtliche Ansatz des Essays mit Krležas Raumimaginationen in Beziehung gesetzt.
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Im umfassenden Opus des kroatischen Schriftstellers Miroslav Krleža spielen Raumkonstruktionen eine bedeutende Rolle. Im vorliegenden Beitrag wird versucht, am Beispiel des im Herbst 1944 verfassten, 1963 in kroatischer Sprache veröffentlichten und 1996 ins Deutsche übersetzten Essays Illyricum sacrum die raumzeitlichen Konstruktionen der imaginären Landschaften Illyrien und Pannonien als die einer peripheren Kreuzung unterschiedlicher kultureller Sphären und sozialpolitischer Interessen zu deuten. Angesichts der Kriegszerstörungen in der dalmatinischen Stad Zadar stellt Krleža die Frage nach der räumlichen Bedingtheit historischer Katastrophen auf jenem südslawischen Territorium, das er topologisch zwischen Europa und Balkan am „osteuropäischen Limes“ (Illyricum sacrum:29) ansiedelt und als antemurale christianitatis beschreibt. Dabei kritisiert Krleža sowohl die exkludierenden nationalen Narrative wie auch die „europäische ´Divide et impera´-Politik auf Kosten der rückständigen, ungebildeten und elenden Balkanvölker“ (Illyricum sacrum:60). Welche Erkenntnisse lassen sich aus dieser ausgreifenden kulturkritischen Skizze im topologischen Sinne gewinnen und welches Raumparadigma ist für die vehemente Schilderung der eng verflochtenen imperialen und nationalen Einflüsse kennzeichnend? Im Beitrag wird der synthetische kulturgeschichtliche Ansatz des Essays mit Krležas Raumimaginationen in Beziehung gesetzt.

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